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Energiefutter Pferd


Wie bekommt mein Pferd mehr Energie: Energiefutter für Pferde
Ein Pferd trottet lustlos, schlapp und temperamentlos unter seinem Reiter dahin. Sportliche Höchstleistungen sind von so einem Pferd nicht zu erwarten; ganz abgesehen davon, dass es wenig Spaß macht, so ein Pferd zu reiten.

Nur - wie bekommt mein Pferd mehr Energie?
Die Ausprägung des Temperaments ist sicherlich zu einem guten Teil eine Sache des Charakters. Allerdings lassen sich über die Ernährung Energie und Temperament eines Pferdes durchaus beeinflussen. Ein Pferd kann nur dann tolle Leistungen erbringen und viel Energie haben, wenn alle Organfunktionen perfekt arbeiten. Da wäre das Blutsystem für den Transport von Energie und Sauerstoff, das Herz-Kreislauf-System, um das Blut anzutreiben, das Skelett als tragendes Gerüst und die Muskulatur sowie der Energieumsatz im Muskel als Antrieb. Diese Organfunktionen werden maßgeblich durch ein Zuviel oder Zuwenig an den jeweils benötigten Nährstoffen beeinflusst.

Wenn ein Pferd schlapp ist, kann dies außer einer suboptimalen Nährstoff-Versorgung natürlich auch noch weitere Ursachen haben. Es muss sicher sein, dass keine Erkrankung wie Husten oder ein Herzfehler diese eingeschränkte Leistungsfähigkeit verursachen.

Ist es nun in der Tat so, dass ein Pferd einfach nur ein entsprechendes Energiefutter für Pferde benötigt, muss die Fütterung genauer unter die Lupe genommen werden.
Heu darf nicht zu wenig gefüttert werden, damit die Magengesundheit erhalten bleibt. Allerdings ist gerade bei Sportpferden mit einem höheren Energiebedarf auch eine größere Heumenge mit Vorsicht zu sehen, da Heu ein größeres Volumen im Bauch bewirkt als die vergleichbare Energiemenge an Kraftfutter. Ein Pferd braucht aber natürlich mehr Energie, wenn es arbeiten muss, so dass eine Fütterung von Kraftfutter Sinn macht. Das Kraftfutter für Turnierpferde sollte bevorzugt aus stärke- und fetthaltigen Futtermitteln bestehen.

Es wäre eher kontraproduktiv, einem Pferd in einem gewissen Zeitraum vor einer körperlichen Belastung ein Zusatzfutter für ein Pferd für mehr Energie zu füttern, welches viel Zucker enthält. Der Mechanismus, der die gespeicherte Energie im Muskel bei länger andauernder Arbeit bereitstellt, wird dadurch blockiert. Andererseits reicht die Energieversorgung aus Zucker nur für eine kurze Zeit.
Die Auswahl der Futtermittel muss so getroffen werden, dass auch unter länger andauernder Arbeit eine gute Energiemobilisierung im Muskel gewährleistet ist.

Ein Energy Booster für ein Pferd sollte nicht dazu verwendet werden, die Defizite in der täglichen Fütterung für einen Tag auszugleichen. Das Pferd muss jeden Tag perfekt ernährt werden und nicht nur bei Bedarf unreflektiert ein Zusatzfutter bekommen, bei dem gar nicht klar ist, inwieweit es zu der aktuellen Fütterung passt und ob es diese auch wirklich sinnvoll ergänzt. Die tägliche Futterration sollte auf jedes einzelne Pferd individuell zugeschnitten werden, so dass jedes Pferd täglich optimal mit Protein, Energie, Mengen- und Spurenelementen sowie Vitaminen versorgt wird. Dann arbeiten alle Organsysteme perfekt und können auch die Leistung liefern, die ihnen möglich ist.

Ein Pferd braucht zum Antrainieren nicht nur mehr Power, sondern auch mehr Muskulatur. In der Anfangsphase des Antrainierens kann es daher Sinn machen, die Versorgung mit dünndarmverdaulichem Rohprotein in der täglichen Futterrration etwas höher zu halten. Ein untrainiertes Pferd muss natürlich erst Muskelmasse aufbauen.
Ein gut auftrainiertes Pferd sollte allerdings nicht überhöhte, deutlich über den individuellen Bedarf hinausgehende Gehalte an dünndarmverdaulichen Rohprotein erhalten. Nicht benötigtes Protein scheidet ein Pferd über die Stoffwechsel-Organe Leber und Niere aus. Es macht daher keinen Sinn, zu viel Protein zu füttern. Bei einem auftrainierten Pferd sollte das Pferdefutter also viel Energie und wenig Eiweiß enthalten.


24-jähriges Pferd unter optimaler Fütterung.
Energiefutter für Pferde haben durch ihren hohen Kraftfuttergehalt ein belastendes Potential für die Magengesundheit. Stärkehaltige Körner wie Mais oder Hafer werden in einer viel größeren Geschwindigkeit gefressen als Heu. Dadurch ist die Speichelbildung nicht ausreichend, so dass sehr schnell Magengeschwüre entstehen können. Magenschmerzen bei einem Pferd wirken sich genauso wie bei uns Menschen aus: dämpfend auf Power und Temperament. Die Ration muss also so gestaltet werden, dass einerseits viel Energie geliefert wird und andererseits der Magen entlastet wird.

Jeder Reiter wünscht sich ein propperes, gut bemuskeltes, glänzendes Pferd mit guten Proportionen. Das Temperament soll angenehm ausgeprägt sein mit genügend energischem Vorwärtsdrang.

Damit diese Vorstellung nicht nur ein Wunsch bleibt, sondern das Beste in jedem Pferd zum Vorschein kommt, sollte jedes Pferd seinen individuellen Bedürfnissen gerecht ernährt werden.

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